Piercings - als Trend abgetan, doch nicht totzukriegen

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Mode & Lifestyle

Der Trend der Piercings ist schon lange vorbei. Doch anders als die vielen anderen Launen der Mode, die kamen und gingen, sind Piercings nach wie vor auf den Straßen zu sehen - so abgemeldet können sie also nicht sein. Piercings waren zwar durchaus ein Trend, der kurzlebig war wie viele andere Trend-Wellen, sie haben jedoch ihren Platz gefunden. Doch wo ist dieser Platz, wann sind Piercings akzeptabel und wann nicht?

Was gilt als Piercing?

Theoretisch ist jeder Körperschmuck, der nach dem Schießen oder Stechen eines Lochs getragen wird, ein Piercing. Das gilt auch für Ohrlöcher am Ohrläppchen, die niemand als Piercing bezeichnen würde. Sie sind allerdings auch eine Ausnahme, da sie gesellschaftlich vollkommen akzeptiert und sogar erwünscht sind. Anders ist das bei Piercings am Ohr, dem Nasen- oder Bauchnabelpiercings oder den besonders pikanten Intimpiercings.

Während man über Letztere nur mit guten Freunden reden sollte, werden viele Arbeitgeber zum Beispiel darum bitten, sehr groß geratenen Ohrschmuck oder provokante Augenbrauen-Piercings während der Arbeit zu entfernen. Bauchnabelpiercings etwa müssen beim Sport sicherheitshalber entfernt und beiseite gelegt werden. Theoretisch ist ein Piercing an jeder Stelle der Haut möglich, an der sich kein großes Blutgefäß oder besonders sensible Nervenbahnen befinden, sodass ohne Bedenken gestochen oder geschossen werden kann.

Piercing Schmuck

Piercings - vom Trend zum Körperkult

Eine gewisse Zeit mag es “in” gewesen sein, ein Piercing an einer mehr oder weniger gesellschaftlich akzeptierten Stelle zu tragen. Mittlerweile haben sich Piercings eher zum Körperkult etabliert, teilweise auch zu den Symbolen bestimmter Gruppierungen wie Punks und Anarchisten.

Unter dem Stichwort “Body Modification” werden immer neue Körperstellen gefunden, an denen ein Piercing getragen werden kann. Waren etwa früher Bauchnabel- oder Nasenpiercings eine Möglichkeit der Provokation und Selbstdarstellung, spielt heute eher Letztere eine Rolle.

Piercings bedeuten Individualisierung. Piercings bedeuten die Freiheit, mit dem eigenen Körper alles zu tun, was man möchte, solange es sicher und unbedenklich ist. Glücklicherweise werden Piercings heute längst nicht mehr unter allen Bedingungen gestochen. Ob es sich ums Ohrlochstechen beim Juwelier oder das anspruchsvolle Piercen einer ausgefallenen Körperstelle beim professionellen Piercer im Studio handelt, Piercing ist sicher und hygienisch geworden.

Niemand bekommt ohne Prüfung auf Sicherheit und Eignung seines Vorhabens heute ein Piercing von einem Profi. Da Piercen heute nahezu gesundheitlich unbedenklich ist und nicht mehr als Trend, sondern als wohlüberlegte Entscheidung gilt, konnte es sich auch vom Trend hin zum Kult entwickeln, der nicht “totzukriegen” ist. Wer noch unsicher ist, kann erst einmal mit einem Fake Piercing starten. Nähere Infos und Modelle gibt es hier.

Bildquelle: Smoke (Flickr.com / CC BY ND 2.0)

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