Schmuck vom Neandertaler ins 21. Jahrhundert

Samstag, 16. Juni 2012

Schmuck und Uhren

Schon seit Urzeiten haben Menschen den Drang, sich zu verzieren (die ursprüngliche Bedeutung des Wortes Schmuck) und damit ihre Attraktivität zu erhöhen. Belegt sind Funde, die darauf hinweisen, dass Menschen schon vor 100.000 Jahren Ketten aus Muscheln und Schneckenhäuser gefertigt haben. Bei den Neandertalern fanden sich zusätzlich Ketten aus Tierzähnen, Perlen und Fischwirbel.

MuschelketteUnd hier gab es auch bereits die ersten Kettenanhänger: Aus Perlen, Steinen, Knochen oder Bernstein hergestellt galten sie offenbar als besonders wertvoll. Man geht heute davon aus, dass solche Ketten eventuell schon als erste Statussymbole gewertet wurden, während bis dahin die einfachen Ketten als reine Erhöhung der Attraktivität genutzt wurden.

Als in der Bronzezeit die Verarbeitungsmöglichkeiten von Metallen (und damit auch von Edelmetallen wie Gold und Silber) entdeckt wurde, begann auch der Tausch. Bearbeitete Metalle, die als Schmuck getragen werden konnten, hatten einen höheren Tauschwert als Tierfelle und andere Tauschobjekte. Und wer es sich gar leisten konnte, den Schmuck zu tragen und nicht zu tauschen, galt in der sozialen Gruppe als besonders weit oben stehend. Kein Wunder, dass dann später die Herrscher bis in den Tod besonders reich geschmückt wurden. Je kostbarer der Schmuck, desto höher war der Stand des jeweiligen Trägers und desto mehr Macht hatte er.

Noch heute symbolisieren zum Beispiel Krone oder die Kronjuwelen die Monarchien. Aber auch außerhalb vom Adel gilt wertvoller Schmuck als Statussymbol. Ringe, Ketten und Kopfschmuck zeigen nach außen hin, dass der Träger es sich leisten kann, solch wertvolle Dinge zu kaufen. Und auch bei Eingeborenen-Stämmen sind es die ranghöchsten Mitglieder der Gruppe, die am reichsten geschmückt sind. Wie schön, dass wir zumindest darüber hinaus sind. Heute ist Schmuck für jeden erschwinglich. Für Rabatte auf tollen Schmuck siehe hier bei Sparlingo.de

Mit dem 20. Jahrhundert kam die Fähigkeit der Menschen, Kunststoffe herzustellen, künstlich etwas wie echt aussehen zu lassen. Schmuck wurde so auch für Menschen mit wenig Einkommen erschwinglich. Zugleich verstärkte sich in dieser Zeit die Nutzung von Schmuck zur Zugehörigkeitsdarstellung bestimmter sozialer Gruppen. Der Ehe- und Verlobungsring sind da die besten Beispiele. Außerdem kam der ursprüngliche Zweck, nämlich Verzierung und Verschönerung, wieder stärker zum Tragen.

Modeschmuck kannte man bereits Ende des 19. Jahrhunderts, in den 1920iger Jahren kam dann Coco Chanel auf die Idee, unechten Schmuck passend zu ihren Kollektionen zu tragen. Doch auch der war für den „normalen Verbraucher“ noch immer unerschwinglich. Und bis weit ins 20. Jahrhundert hinein blieb das auch so, denn Modeschmuck wurde von Designer und Modemachern hergestellt, denen die Exklusivität auch dann wichtig war, wenn es sich nicht um Edelmetalle und wertvolle Edelsteine handelte. Man wollte sicherstellen, dass nur die obere Gesellschaftsklasse Stücke „der Meister“ trug.

HolzketteWar es bis Mitte des 20. Jahrhunderts auch noch üblich, sich Schmuck nur schenken zu lassen, so begannen gerade Frauen ab den 1960er Jahren, sich Schmuck, der ihnen gefiel, auch selbst zu kaufen. Der Modeschmuck für jeden Geldbeutel wurde geboren. Und bestand er anfänglich auch eher aus Plastik und war schon von weit als Modeschmuck erkennbar - auch das wurde nach und nach ausgemerzt. Heute ist Schmuck in den meisten Fällen als Dekoration zu sehen. Er ist erschwinglich; Formen und Farben sind keine Grenzen gesetzt. Schmuck gilt als unverzichtbares Accessoire, der einem Outfit den letzten Pfiff gibt und das in allen Gesellschaftsschichten.

Schmuck ist im 21. Jahrhundert angekommen. Noch nie gab vorher gab es so viele unterschiedliche Materialien, soviel Kreativität und Ausdruckskraft in Sachen Schmuck. Der Mensch schmückt sich. Nicht nur für das Auge des anderen, sondern, endlich, in erster Linie für sein eigenes Wohlgefühl!

Bildquelle oben: © Uschi Dreiucker - pixelio.de
Bildquelle unten: © Papiertiger - pixelio.de

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