Traditionen und Arten des Hochzeitsschmucks

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Ratgeber

Heiraten war früher und ist noch vielerorts nichts anderes als eine Art des Handels. Die Braut wird je nach Stand und Schönheit sozusagen erkauft. Als Zahlungsmittel werden besonders gern Naturalien angenommen, zum Beispiel war es in Ägypten üblich, den Wert einer Braut mit Kamelen aufzuwiegen, oder bei den Inuit mit Eisbärfellen. Je reicher und schöner eine Braut, desto mehr musste man ihr bzw. für sie bieten, eine Tradition, die vor allem bei Naturvölkern nach wie vor aktuell ist und in etwas abgewandelter Form auch in unserer modernen Gesellschaft.So war uns ist es auch noch üblich, die Braut zu ihrer Vermählung mit besonders wertvollem Schmuck auszustatten. Damit sind nicht die Trauringe gemeint, sondern auch alte Familienschmuckstücke, die von Generation zu Generation bei der Hochzeit weitergegeben werden. Dabei geht es nicht vorwiegend darum, die Schönheit der Braut, sondern ihren Reichtum und ihr damit ihr Ansehen und ihren Wert zu demonstrieren.  Später wird sie diesen ihrer ältesten Tochter oder Enkeltochter an deren Hochzeitstag überreichen.

Hochzeitsschmuck bezieht sich aber nicht allein auf Geschmeide aus Gold und Silber, sondern auch auf andere Accessoires für die Hochzeit. Hierzulande allgemein als „Aussteuer” bezeichnet werden neben Haus und Hof auch sehr wertvolle Haushaltsgegenstände. Das können zum Beispiel reicht bestickte Wäschestücke, wertvolle Möbel, Gemälde, Silberbesteck oder edles Porzellan sein. Solche Dinge werden dann allerdings nie Alltag verwendet, sondern höchstens als Tischdeko zur Hochzeit. Danach verstaut man sie in Vitrinen oder Schränken bis sie der nächsten Generation bei der Hochzeit überreicht werden können.

Solche Familienerbstücke gewinnen natürlich im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte einen unschätzbaren Wert. Nicht nur durch ihr antiquarisches Alter, sondern vor allem durch den ideellen Wert. Wenn eine Braut zu ihrer Hochzeit einen Ring oder eine Halskette trägt, die schon ihre Großmutter oder Urgroßmutter zur Hochzeit trugen, wird sie damit eine ganz besondere Bindung eingehen und sich auf den Moment freuen, wenn sie diesen Familienschmuck weitergeben darf.

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